Die Zinsen für einen Kredit

Vielfach wissen die Personen, die bei Banken oder Sparkassen um einen Kredit mit günstigen Zinsen nachsuchen, lediglich, dass sie Geld brauchen. Ungewissheit herrscht jedoch darüber, wie sich die Zinsen, die Kreditinstitute bei einem Kredit berechnen, zusammensetzen. Hier sollen einige grundlegende Erläuterungen zu diesem Thema gemacht werden. Es ist zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins zu trennen.

Der Nominalzins des Kredites

Der Nominalzins gibt an, welcher Zinssatz der Kreditnehmer pro Jahr für das Darlehen zahlen muss. Zusammen mit dem Tilgungssatz bestimmt er die Höhe der Annuität. Als Annuität bezeichnet man bei einem Kredit die Summe die sich aus Zinsen und Tilgung zusammensetzt. Dabei handelt es sich also um die Summe, die der Darlehensnehmer unabhängig von der Tilgungsart an den Kreditgeber innerhalb einer bestimmten Zeit zu zahlen hat.

Hat ein Kunde also beispielsweise ein Annuitätendarlehen bei einer Bank oder Sparkasse aufgenommen, kann seine monatliche Verpflichtung in der Rückzahlung von einer Rate in Höhe von 5.000,- liegen, die er an das Geldinstitut zu leisten hat. Diese Rate wird dann Annuität genannt. Sie setzt sich aus Zinsen und dem Tilgungsanteil zusammen. An der Höhe des Nominalzinses lässt sich jedoch leider nicht erkennen, ob der Darlehensnehmer von der entsprechenden Bank oder Sparkasse einen günstigen Kredit erhalten hat.

Das liegt daran, dass die Geldinstitute regelmäßig eine Reihe von Nebenkosten für den Kredit verlangen, die sich dann selbstverständlich auf die Gesamtkosten des Darlehens auswirken. Will man also wissen, ob er Kredit, den man von der Bank oder Sparkasse bekommen hat, einen günstigen Zins hat, muss man eine andere Größe betrachten. Der effektive Jahreszins ist hier besser geeignet, um über die Rentabilität des Kredites Auskunft zu geben.

Der effektive Jahreszins des Kredites

Im effektiven Jahreszins sind nämlich fast alle Bestandteile eines Kredits berücksichtigt. Er beinhaltet zunächst den Nominalzins. Weiterhin wird ein Disagio, das von der entsprechenden Bank oder Sparkasse berechnet wurde, eingerechnet. Ein Disagio wird auch Damnum oder Abgeld genannt. Dabei handelt es sich um die Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag eines Kredits und dem an den Kreditnehmer effektiv ausgezahlten Betrag.

Es wird vielfach bei Hypothekendarlehen abgezogen. Dabei ist das Disagio vom Zinsniveau am Geldmarkt, der Laufzeit des Hypothekendarlehens sowie dem Rang der Grundschuld im Grundbuch abhängig. Auch der Tilgungssatz eines Kredites ist im effektiven Jahreszins enthalten. Der Tilgungssatz erteilt Auskunft über die jeweilige Tilgung, die für ein Jahr geleistet wird. Er ist also ein prozentualer Anteil, der für das jeweilige Jahr errechnet wird. Dazu wird der Nennbetrag der Darlehenssumme herangezogen. Der Tilgungssatz beträgt regelmäßig 1% bis 2 % dieser Summe. Er wird in die vorstehend definierte Annuität eingerechnet. Diese setzt sich dann dementsprechend aus dem Tilgungssatz und dem Zinssatz zusammen.

Frist der Zinsbindung

Ein hoher Tilgungssatz ist also gleichbedeutend mit hohen Raten für die Rückzahlung des Darlehens. Langfristig bedeutet das jedoch auch eine schnellere Tilgung des Kredits. Neben diesem Satz wird auch die Zinsbindungszeit in den effektiven Jahreszins eingebunden. Dabei handelt es sich schlichtweg um den Zeitraum, für den der Kreditnehmer einen festen Zinssatz mit seiner Bank oder Sparkasse vereinbart hat. Zudem beinhaltet der effektive Jahreszins die Restschuldgebühren sowie die Bearbeitungsgebühren, die das Kreditinstitut erhebt.

Viele Geldinstitute verlangen auch den Abschluss einer Risikolebensversicherung als Voraussetzung dafür, dass der Darlehensnehmer den gewünschten Kredit erhält. Auch die entsprechenden Kosten sind im effektiven Jahreszins enthalten. Teilweise ist es bei Banken und Sparkassen auch üblich, eine Provision für die Vermittlung des Kreditnehmers an einen Dritten auszuzahlen. Die Kosten hierfür werden in der Regel an den Darlehensnehmer weitergegeben. Auch diese Kosten sind bei dem effektiven Jahreszins bereits mit berücksichtigt.

Zudem werden in seine Berechnung die Termine, an denen die Tilgungen zu leisten sind sowie die entsprechenden Verrechnungstermine eingestellt. Daneben berücksichtigt der effektive Jahreszins auch die Zinszahlung und gleichfalls die entsprechenden Verrechnungstermine.

Die Bereitstellungszinsen

Nicht berücksichtigt werden jedoch eventuelle Schätzkosten, Bauzeitzinsen, Bereitstellungszinsen, Kontoführungsgebühren, Teilzahlungsabschläge sowie die Auszahlungsmodalitäten bei Teilzahlungen. Einen Vergleich von Kreditangeboten der verschiedenen Banken und Sparkassen anhand des effektiven Jahreszinses bleibt daher dennoch schwierig, weil die Kreditinstitute anhand der eben genannten Zusatz- und Nebenkosten eine faire Abwägung, welcher Kredit denn nun wirklich günstiger ist, erschweren.

Zu diesem Thema bieten wir Ihnen folgende Urteile an:

1. Urteil:

Landgericht Dortmund, 3 O 970/04

Textauszug:

Die Klägerin beantragt,
die Beklagte zu verurteilen, an sie 79.822,77 ¬ zu zahlen nebst 4 % Zinsen auf 22.624,66 ¬ vom 01.01.1996 - 31.12.2001 sowie weitere 5 % Zinsen über dem Basiszinssatz seit 01.01.2002,
4 % Zinsen auf 1.584,69 ¬ ab 01.01.1997 - 31.01.2001, nebst weitere 5 % Zinsen über dem Basiszinssatz ab 01.01.2002,
4 % Zinsen auf 3.169,38 ¬ vom 01.01.1998 bis 31.01.2001, nebst weitere 5 % Zinsen über dem Basiszinssatz seit dem 01.01.2002,
4 % Zinsen auf 3.169,38 ¬ ab 01.01.1999 - 31.12.2001 sowie 5 % Zinsen über dem Basiszinssatz seit 01.01.2002,
4 % Zinsen auf 3.169,38 ¬ vom 01.01.2000 bis 31.12.2001 sowie 5 % Zinsen über dem Basiszinssatz seit dem 01.01.2002,
4 % Zinsen auf 3.169,38 ¬ vom 01.01.2001 - 31.12.2001 sowie weitere 5 % Zinsen über dem Basiszinssatz seit 01.01.2002,
5 % Zinsen über dem Basiszinssatz auf 2.143,32 ¬ ab 01.01.2002,
5 % Zinsen über dem Basiszinssatz auf 383,47 ¬ seit dem 02.01.2002 und
5 % Zinsen über dem Basiszinssatz auf 40.824,99 ¬ seit dem 01.06.2002.
Die Beklagte beantragt,
die Klage abzuweisen.

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2. Urteil:

Landgericht Düsseldorf, 10 O 65/05

Textauszug:

Die Standardkonditionen der Beklagten für derartige Kreditverträge lauteten damals bei annuitätischer Tilgung für diese Laufzeit 6% Zinsen bei einem Disagio von 6%. Die Mittel wurden durch die Rechtsvorgängerin der Investitionsbank Berlin, der Wohnungsbaukreditanstalt Berlin, refinanziert. Die Investitionsbank Berlin beschaffte sich als Kapitalsammelstelle diese Mittel ihrerseits von privaten Darlehensgebern, die für die Darlehensgewährung steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen konnten.

Am 31.10.2003 zahlten die Kläger das Darlehen einvernehmlich vorzeitig zurück, ohne dass sie eine Vorfälligkeitsentschädigung zu entrichten hatten.

Die Kläger berechnen den nach ihrer Auffassung nicht verbrauchten Disagioanteil mit insgesamt ¬ 124.211,25. Wegen der Einzelheiten der Berechnung wird auf die Klageschrift verwiesen.

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3. Urteil:

Landgericht Düsseldorf, 10 O 155/99

Textauszug:

Im übrigen behauptet sie, die X habe den Beklagten bereits mit Fax vom 07.03.1996 zu Zahlung des damaligen Saldos von DM 88.364 aufgefordert. Sowohl die X als auch sie selbst nähmen Kredit in Höhe der geltend gemachten Forderung mit einem Zinssatz von 9,75% in Anspruch.

Nachdem der Beklagte behauptet hat, er hätte Ausstellungsküchen der Serie "Modern Art" zu 50% des Listenpreises veräußert, erhöhte die Klägerin die Klage um diesen Betrag (DM 33.778,68 = EUR 17.270,76) und nahm sie wieder zurück, als der Beklagte ein Versehen einräumte.

Die Klägerin beantragt nunmehr,den Beklagten zu verurteilen, an sie EUR 14.073,59 (DM 27.525,55) nebst 9,5% Zinsen aus EUR 34.525,27 (DM 67.525,55) vom 31.03.1996 bis 20.01.1998 sowie aus EUR 14.073,59 (DM 27.525,55) seit dem 21.01.1998 zu zahlen;

festzustellen, dass der Beklagte verpflichtet ist, die Kosten hinsichtlich der Teilklagerücknahme hinsichtlich der Klageerweiterung aus dem Schriftsatz vom 04.10.1999 zu tragen.

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4. Urteil:

Landgericht Essen, 6 O 158/05

Textauszug:

1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kläger 9.420,72 ¬ zu zahlen zuzüglich

5,5 % Zinsen p.a. aus 4.772,06 ¬ seit dem 01.12.1998 bis zum 30.09.2003 sowie 6,6 % Zinsen aus 4.772,06 ¬ seit dem 01.10.2003,

sowie 5,5 % Zinsen p.a. aus je 59,65 ¬ seit dem 31.01.2000 und jedem weiteren Monatsletzten einschließlich des 30.09.2003,

sowie 6,6 % Zinsen p.a. aus je 103,39 ¬ seit dem 31.10.2003 und jedem weiteren Monatsletzten einschließlich des 30.04.2005.

2. Es wird festgestellt, dass die Kläger der Beklagten aus dem zwi-schen den Parteien unter dem 29.09./14.10.1998 abgeschlosse-nen Darlehensvertrag ab dem 01.06.2005 bis zum Ende des Dar-lehensverhältnisses Zinsen von nicht mehr als 4 % schulden.

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5. Urteil:

Landgericht Essen, 6 O 160/05

Textauszug:

...hat die 6. Zivilkammer des Landgerichts Essen auf die mündliche Verhandlung vom 30. März 2006 durch den Vorsitzenden Richter am Landgericht T., den Richter am Landgericht H. und die Richterin am Landgericht I.

für R e c h t erkannt:

1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kläger 8.264,92 ¬ zu zahlen zuzüglich

5,75 % Zinsen p.a. aus 3.579,04 ¬ seit dem 01.10.1998 bis zum 30.06.2003 sowie 7,8 % Zinsen aus 3.579,04 ¬ seit dem 01.07.2003,

sowie 5,75 % Zinsen p.a. aus je 52,20 ¬ seit dem 31.01.2000 und jedem weiteren Monatsletzten einschließlich des 30.06.2003,

sowie 7,8 % Zinsen p.a. aus 113,34 ¬ seit dem 31.07.2003 und jedem weiteren Monatsletzten einschließlich des 30.04.2005.

2. Es wird festgestellt, dass die Kläger der Beklagten aus dem zwischen den Parteien unter dem 30.06./07.08.1998 abgeschlossenen Darlehensvertrag ab dem 01.05.2005 bis zum Ende des Darlehensverhältnisses Zinsen von nicht mehr als 4 % schulden.

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6. Urteil:

Oberlandesgericht Düsseldorf, 9 U 24/01

Textauszug:

Die Klägerin hat behauptet, Kredit zu einem Zinssatz von über 8,5 % in Anspruch zu nehmen, den sie bei rechtzeitiger Zahlung des Beklagten zurückgeführt hätte.

Die Klägerin hat beantragt,

den Beklagten zu verurteilen, an sie 145.490,90 DM nebst 8,5 % Zinsen aus
4.979,60 DM vom 04.12.1997 bis 03.01.1998,
9.959,20 DM vom 04.01.1998 bis 03.02.1998,
14.938,80 DM vom 04.02.1998 bis 03.03.1998,
19.918,40 DM vom 04.03.1998 bis 03.04.1998,
24.941,30 DM vom 04.04.1998 bis 03.05.1998,
29.964,20 DM vom 04.05.1998 bis 03.06.1998,
34.987,10 DM vom 04.06.1998 bis 03.07.1998,
40.010,00 DM vom 04.07.1998 bis 03.08.1998,
45.032,90 DM vom 04.08.1998 bis 03.09.1998,
50.055,80 DM vom 04.09.1998 bis 03.10.1998,
55.078,70 DM vom 04.10.1998 bis 03.11.1998,
60.101,60 DM vom 04.11.1998 bis 03.12.1998,
65.124,50 DM vom 04.12.1998 bis 03.01.1999,
70.147,40 DM vom 04.01.1999 bis 03.02.1999,
75.170,30 DM vom 04.02.1999 bis 03.03.1999,
80.193,20 DM vom 04.03.1999 bis 03.04.1999,
85.216,10 DM vom 04.04.1999 bis 03.05.1999,
90.239,00 DM vom 04.05.1999 bis 03.06.1999,
95.261,90 DM vom 04.06.1999 bis 03.07.1999,
100.284,80 DM vom 04.07.1999 bis 03.08.1999,
105.307,70 DM vom 04.08.1999 bis 03.09.1999,
110.330,60 DM vom 04.09.1999 bis 03.10.1999,
115.353,50 DM vom 04.10.1999 bis 03.11.1999,
120.376,40 DM vom 04.11.1999 bis 03.12.1999,
125.399,30 DM vom 04.12.1999 bis 03.01.2000,
130.422,20 DM vom 04.01.2000 bis 03.02.2000,
135.445,10 DM vom 04.02.2000 bis 03.03.2000,
140.468,00 DM vom 04.03.2000 bis 03.04.2000,
145.490,90 DM seit dem 04.04.2000
zu zahlen.

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7. Urteil:

Oberlandesgericht Düsseldorf, I-15 U 162/00

Textauszug:

Zuständig für das sogenannte Private Banking (d.h.: das Einlagen-, Kredit-, Devisen und Akkreditivgeschäft außerhalb der Vereinigten Staaten) innerhalb des Konzerns ist die Beklagte zu 2). In Deutschland war der M. Konzern zum damaligen Zeitpunkt (1989-31. März 1994) durch zwei operative Gesellschaften vertreten, die M. Bank AG, einem Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt und die in Form eines Vollkaufmanns organisierte Beklagte zu 1) als Repräsentanz für Gesellschaften der M. Gruppe mit Büros in mehreren deutschen Städten, u.a. in Düsseldorf.

Der Kläger, der zu jener Zeit Marketing-Direktor eines größeren Unternehmens war, nahm im Oktober 1989 Kontakt zu der Beklagten zu 1) in Düsseldorf auf, weil er bei ihr Geld günstig anlegen wollte, was ihm aus einem Grundstücksverkauf zur Verfügung stand.

Die Geldanlage sollte der ergänzenden Alterssicherung des Klägers dienen, dessen Pensionierung zum 1. Januar 1992 bevorstand. Inwieweit der Kläger die Beklagte zu 1) über den Anlagezweck aufklärte, ist zwischen den Parteien streitig.

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8. Urteil:

Oberlandesgericht Hamm, 19 U 5/99

Textauszug:

Die Klägerin hat schließlich behauptet, sie nehme Kredit zu einem Zinssatz von 7,75 % bzw. 6,75 % in Anspruch.

Sie hat beantragt,
den Beklagten zu verurteilen, an sie 245.560,89 DM nebst
6,75 % Zinsen von 22.909,43 DM seit dem 27.08.1997 und
von weiteren 222.651,46 DM seit dem 16.09.1997 zu zahlen.
Der Beklagte hat beantragt,
die Klage abzuweisen.

Er hat die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte gerügt. Der Beklagte hat die Ansicht vertreten, dass die Arbeitsgerichte zuständig seien, da er lediglich scheinselbständig und als Arbeitnehmer oder arbeitnehmerähnliche Person anzusehen sei.
Die Hälfte bis Zweidrittel des Warenbestandes sei von der Klägerin gesteuert. Hinzu kämen die Saisonartikel, die er der Beklagte ebenfalls habe abnehmen müssen.

Der Beklagte hat weiter die Auffassung vertreten, die Verträge vom 04.11.1994 und 28.01.1997 seien aufgrund der mit Schriftsatz vom 27.01.1998 erklärten Anfechtung wegen arglistiger Täuschung nichtig. Er hat insoweit behauptet, die Verträge seien nicht rentabel.

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9. Urteil:

Oberlandesgericht Hamm, 22 U 55/02

Textauszug:

Die Kläger haben beantragt,

den Beklagten zu verurteilen,
1. an den Kläger zu 1) einen Betrag von 50.000,00 DM nebst Zinsen in Höhe der für ein Sparguthaben von der Sparkasse I gewährten Zinsen auf 50.000,00 DM seit dem 01.06.1985 zu zahlen;
2. an den Kläger zu 2) einen Betrag von 50.000,00 DM nebst Zinsen in Höhe der für ein Sparguthaben von der Sparkasse I gewährten Zinsen auf 50.000,00 DM seit dem 01.06.1985 zu zahlen; Hilfsweise sowohl hinsichtlich des Klägers zu 1) als auch hinsichtlich des Klägers zu 2) auf die Forderung von 50.000,00 DM Zinsen in Höhe des gesetzlichen Zinsanspruches von 4 % seit dem 30.05.1985 zu zahlen.

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10. Urteil:

Oberlandesgericht Hamm, 31 U 8/07

Textauszug:

Die Kläger haben die beklagte Bank auf Rückzahlung von über den gesetzlichen Zinssatz hinausgehenden Zinszahlungen und eines Disagios in Anspruch genommen sowie die Feststellung begehrt, bis zum Ende des Darlehensverhältnisses keinen höheren als den gesetzlichen Zinssatz zu schulden. Wegen des Vorbringens der Parteien in erster Instanz und der gestellten Anträge wird auf den Tatbestand des angefochtenen Urteils verwiesen.

Das Landgericht hat die Beklagte zur Zahlung von 2.852,55 ¬ nebst Zinsen verurteilt, die begehrte Feststellung ausgesprochen und die Klage im Übrigen abgewiesen. Zur Begründung hat es im wesentlichen ausgeführt:

Die Kläger hätten einen Anspruch auf Rückerstattung der von ihnen ab Januar 2002 über den gesetzlichen Zinssatz hinaus geleisteten Zinszahlungen. Die gemäß § 4 Abs. 1 Satz 5 Nr. 1 b VerbrKrG erforderliche Gesamtbetragsangabe fehle im Darlehensvertrag. Der endfällige Kredit sei in Teilbeträgen zu tilgen, weil die monatlichen Zahlungen an die Lebensversicherung bei wirtschaftlicher Betrachtung regelmäßigen Tilgungsleistungen gleichzusetzen seien.

Der von den Klägern darüber hinaus geltend gemachte Anspruch auf Rückerstattung des Disagios und der von ihnen im Jahr 2001 über den gesetzlichen Zinssatz hinaus geleisteten Zinszahlungen sei verjährt. Der Lauf der Verjährungsfrist des § 195 BGB habe gemäß Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB am 1.1.2002 begonnen und am 31.12.2004 - also vor Einreichung der Klage - geendet. Die Kläger hätten bereits vor dem 1.1.2002 Kenntnis der anspruchsbegründenden Tatsachen gehabt.

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11. Urteil:

Oberlandesgericht Hamm, 31 W 74/05

Textauszug:

Auch im Falle einer solchen unechten Abschnittsfinanzierung bedarf es im Kreditvertrag der Angabe des Gesamtbetrags aller vom Verbraucher zur Tilgung des Kredits sowie zur Zahlung der Zinsen und sonstigen Kosten zu entrichtenden Teilzahlungen.

Die Pflicht zur Angabe des Gesamtbetrages folgt aus § 4 Abs. 1 S. 4 Nr. 1b S. 2 VerbrKrG a.F., wonach auch bei Krediten mit veränderlichen Bedingungen, die - wie hier - in Teilzahlungen (anfänglich 2 %) getilgt werden, ein fiktiver Gesamtbetrag anzugeben ist, und zwar auf der Grundlage der bei Abschluss des Vertrages maßgeblichen Kreditbedingungen, u. a. mithin des geltenden Zinssatzes (BGHZ 159, 270 ff.).

Solche Angaben fehlen in dem Kreditvertrag vom 04.08.1999; die Antragsgegnerin hat die Höhe der Tilgungen, der Zinsen und der Kontoführungsgebühren lediglich bis Ende der Zinsbindungsdauer, also bis zum 30.06.2004 errechnet.

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12. Urteil:

Oberlandesgericht Köln, 5 U 61/94

Textauszug:

Auf die Berufung des Klägers wird das am 01.12.1993 verkündete Urteil des Landgerichts Köln - 25 O 435/91 - teilweise abgeändert und wie folgt neu gefaßt: Der Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 3.590,17 DM nebst 4 % Zinsen aus 1.000,-- DM seit dem 20.12.1991 und aus weiteren 2.590,17 DM seit dem 14.03.1994 zu zahlen.

Die weitergehende Klage wird abgewiesen. Auf die Widerklage wird der Kläger verurteilt, an die Widerkläger 2.417,55 DM nebst 12,25 % Zinsen für die Zeit vom 08.05.1991 bis zum 31.07.1992, 13 % Zinsen für die Zeit vom 01.08.1992 bis zum 24.09.1992, 12,5 % Zinsen vom 25.09.1992 bis zum 12.11.1992 und 4 % Zinsen seit dem 13.11.1992 sowie 10,-- DM vorgerichtliche Mahnkosten zu zahlen.

Im übrigen wird die Widerklage abgewiesen.

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13. Urteil:

Oberlandesgericht Köln, 15 U 159/98

Textauszug:

In Ziffer 3.2 des formularmäßig vorgedruckten Vertrages war bestimmt, daß das Darlehen zu 100% ausgezahlt werden solle. Gemäß Ziffer 3.3. des Vertrages hatten die Klägerin und ihr Ehemann eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 4% von DM 300.000,-, mithin 12.000,- DM zu entrichten.

Nach Abzug dieses Betrages war der in Ziffer 3.4 als "Nettokreditbetrag" angegebene Betrag von 312.000,- DM an die Klägerin und ihren Ehemann auszuzahlen. In Ziffer 4 des Darlehensvertrages war der anfängliche effektive Jahreszins mit "15,32%" angegeben; nach der in dieser Vertragsbestimmung enthaltenen Erläuterung war bei dessen Berechnung eine Auszahlung zum Ersten des auf den Abschluß des Darlehensvertrages folgenden Monats zugrunde gelegt worden.

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14. Urteil:

Oberlandesgericht Köln, 19 U 15/92

Textauszug:

Er trägt nämlich nicht vor, daß sich die Beklagten bereits zu diesem Zeitpunkt in Verzug befunden haben. Allein der Umstand, daß der Kläger den bei der Bank aufgenommenen Kredit ab dem 18. Juni 1990 verzinsen mußte, rechtfertigt den gegenüber den Beklagten geltend gemachten Zinsanspruch nicht.

Dem Kläger stehen deshalb, wie vom Landgericht zuerkannt, Zinsen erst ab dem 15. Au-gust 1990 zu.

Die Höhe des im Berufungsverfahren geltend gemachten Zinssatzes hat der Kläger durch Vorlage ent-sprechender Bankbescheinigungen, deren Richtigkeit von den Beklagten nicht bestritten wird, hinreichend dargetan.

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15. Urteil:

Oberlandesgericht Köln, 19 U 160/93

Textauszug:

Zum Zinsanspruch ist die Sache noch nicht entscheidungsreif. Der Kläger hat mit Schriftsatz vom 19.09.1991 eine Bescheinigung über die Höhe der 1991 von ihm auf ein Darlehn zu zahlenden Zinsen belegt.

Dies reicht aber nicht aus, zu belegen, daß der Kläger über einen Zeitraum von 9 Jahren Kredit in Höhe der Klageforderung in Anspruch genommen hat. Hierauf hätte der Senat den Kläger rechtzeitig hinweisen müssen, insbesondere deshalb, weil der Zinsanspruch den zuerkannten Betrag der Höhe nach fast erreichen kann.

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